Sonntag, 6. Juli 2014

06.07. durch Baschkortostan

Der heutige Tag war geprägt vom schönen Anblick Baschkortostans. Und ich wusste zuvor nicht mal, dass es das gibt.
Baschkortostan ist eine autonome Teilrepublik Russlands und, wie ich finde, mit ganz toller, sanft hügeliger Wiesenlandschaft.
Die Wildblumen sprießen verschwenderisch und in leuchtenden Farben, Baumgruppen und einzelne Büsche geben den saftigen grasbewachsenen Hängen dunkle Struktur, und ich kann vom Auto aus die Schatten einzelner Schönwetterwolken über die weite Natur ziehen sehen.

 

Dabei ist hier längst nicht alles wild und ursprünglich, im Gegenteil: Immer wieder tauchen offenbar landwirtschaftlich genutzte Flächen und kleine oder größere Siedlungen auf, passen aber ganz wunderbar in das malerische Gesamtbild.

Ich habe keine Lust, wieder über 700 km am Stück zu fahren. Samara kann bis morgen warten.

Neben Oktjabrski sah ich von der Straße aus Wasser und bog einfach ab.
Alle Badestellen sind fest in russischer Hand. Ich hab mich einfach irgendwo dazu gepflanzt, und da der Sonntag zu Ende geht, wird es leerer.
Nebenan ist noch ein abendliches Angeln und Grillen im Gange, aber ich hoffe, heute Nacht habe ich hier meine Ruhe.
Das Wasser ist jedenfalls angenehm erfrischend nach der heutigen Hitze.
Ich habe keine Ahnung, wie spät es hier ist, aber da ich ja schon wieder Richtung Western unterwegs bin, sind es bestimmt nicht mehr die 4 Stunden Zeitunterschied, die es in Byngi waren.

Samstag, 5. Juli 2014

05.07. Jekaterinburg und weiter

Ich bin nach dem Frühstück aus Byngi abgereist. Bevor ich da versacke :)
Stefan und Olga haben sich so liebevoll um mich gekümmert und mich betüddelt, ich werde sie sehr vermissen! Und natürlich Jana und Barsik (den Kater)  und Barbos und die Gänse (die ich mit Namen kenne und auseinanderhalten kann (Wachhund-Ganter Zhora, Ljuba, Nadja mit dem weißen Gesicht, Roza mit der schwarzen Schnabelspitze).

Bei heißem Sommerwetter war mein erster Stopp in Jekaterinburg, wo ich einen super zentralen Schattenparkplatz vorm Dom Knigi gefunden habe.

Ich bin lange durch die Stadt gelaufen ...

habe was gegessen ...
bin am Wasser entlang spaziert ...
habe die Todesstätte der Romanovs gesehen (wo heute diese riesige Kathedrale steht) ...

alte und neue Architektur bestaunt ...
schwarze Wolken hinter der Skyline aufziehen sehen ... mich zur Weiterfahrt entschlossen ... und auf der Schnellstraße zwei heftige Gewitter überstanden ...

Jekaterinburg zeigte sich mir als junge, vielseitige Stadt. Wäre das Wetter nicht so sommerlich gewesen, hätte ich sicher einige der vielen interessanten Museen besucht, aber ich wollte die Zeit nicht irgendwo drinnen verbringen.

Bilder aus Jekaterinburg:


Mein nächstes Ziel heißt Samara. Wie von Stefan empfohlen nehme ich die Strecke über Krasnoufimsk, bin also jetzt schon wieder in Europa :)
(Byngi ist in Asien, falls das bisher nicht klar war ...)

Mein Übernachtungsplatz liegt - oje, schon wieder auf dem Acker hinterm Gebüsch, aber der Feldweg hierher ist nur wenige Meter lang und knochentrocken.Draußen wimmelt es vor Fliegen, und ich kann zum Glück in meinem Biotop verweilen, ohne eine Tür zu öffnen.

Aus Deutschland erreicht mich die Nachricht, dass Paula Friederike das Licht der Welt erblickt hat! Willkommen und herzlichen Glückwunsch! :)

Freitag, 4. Juli 2014

04.07. Bilder aus Byngi

Hier noch ein paar mehr Fotos aus den vergangenen Tagen in Byngi und Umgebung:

Morgen werde ich weiterziehen - bye bye Byngi.