Samstag, 5. Juli 2014

05.07. Jekaterinburg und weiter

Ich bin nach dem Frühstück aus Byngi abgereist. Bevor ich da versacke :)
Stefan und Olga haben sich so liebevoll um mich gekümmert und mich betüddelt, ich werde sie sehr vermissen! Und natürlich Jana und Barsik (den Kater)  und Barbos und die Gänse (die ich mit Namen kenne und auseinanderhalten kann (Wachhund-Ganter Zhora, Ljuba, Nadja mit dem weißen Gesicht, Roza mit der schwarzen Schnabelspitze).

Bei heißem Sommerwetter war mein erster Stopp in Jekaterinburg, wo ich einen super zentralen Schattenparkplatz vorm Dom Knigi gefunden habe.

Ich bin lange durch die Stadt gelaufen ...

habe was gegessen ...
bin am Wasser entlang spaziert ...
habe die Todesstätte der Romanovs gesehen (wo heute diese riesige Kathedrale steht) ...

alte und neue Architektur bestaunt ...
schwarze Wolken hinter der Skyline aufziehen sehen ... mich zur Weiterfahrt entschlossen ... und auf der Schnellstraße zwei heftige Gewitter überstanden ...

Jekaterinburg zeigte sich mir als junge, vielseitige Stadt. Wäre das Wetter nicht so sommerlich gewesen, hätte ich sicher einige der vielen interessanten Museen besucht, aber ich wollte die Zeit nicht irgendwo drinnen verbringen.

Bilder aus Jekaterinburg:


Mein nächstes Ziel heißt Samara. Wie von Stefan empfohlen nehme ich die Strecke über Krasnoufimsk, bin also jetzt schon wieder in Europa :)
(Byngi ist in Asien, falls das bisher nicht klar war ...)

Mein Übernachtungsplatz liegt - oje, schon wieder auf dem Acker hinterm Gebüsch, aber der Feldweg hierher ist nur wenige Meter lang und knochentrocken.Draußen wimmelt es vor Fliegen, und ich kann zum Glück in meinem Biotop verweilen, ohne eine Tür zu öffnen.

Aus Deutschland erreicht mich die Nachricht, dass Paula Friederike das Licht der Welt erblickt hat! Willkommen und herzlichen Glückwunsch! :)

Freitag, 4. Juli 2014

04.07. Bilder aus Byngi

Hier noch ein paar mehr Fotos aus den vergangenen Tagen in Byngi und Umgebung:

Morgen werde ich weiterziehen - bye bye Byngi.

04.07. gut zu tun in Byngi

Heute haben wir die Jurte zuende gebaut:
Mit Hilfe von Andrej konnten wir die schweren Kamelhaarmatten an den Seitenwänden befestigen und übers Dach ziehen.

Darüber kam noch ein dicker Leinenstoff.

Zuletzt wurde eine einteilige Außenhaut über die Jurte gezogen.
Sieht einfach aus, hat aber einen halben Tag gedauert und war sehr anstrengend. Bei jedem Ruckeln an der Jurte kam wieder das halbe Dachgerüst herunter. Von diesem Geräusch herunterpolternder Holzstangen werde ich heute nacht sicher träumen ...

Schweiß und Kamelhaarstaub haben wir dann im Fluss hinterm Garten weggebadet.

Abends sind Jana und ich, wie schon gestern, mit dem Nachbarshund Barbos spazieren gegangen.
Leider lebt er sonst nur als Hofhund an der Kette, und er hat sich riesig gefreut, alles zu beschnuppern, durch die Wiesen zu streifen und ins Wasser springen zu können.
Er ist trotz seines tristen Alltags ein fröhlicher, entspannter und gutmütiger Geselle; andere Hunde lassen ihn kalt, man kann ihn anfassen, gut führen und mit so wenig so glücklich machen ...
Ich hoffe für ihn, dass Jana auch in den nächsten Wochen die Zeit findet, regelmäßig mit ihm rauszugehen!